| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Forum mit vielen weiteren Fragen und Antworten: Tai Chi Forum
Hinweis: Tai Chi wird auch Taiji oder Taiji-Quan
geschrieben (Quelle:
Erläutert von Meister Yang Zhenduo für Dr. Langhoff (1994)

Die Handflächen selbst sollten leicht gedehnt/gestreckt sein. Die Finger sollten leicht gebeugt sein und nur einen geringen Abstand voneinander haben. Dazu ein großes "Tigermaul".
Die Stellungen der Hände lassen sich grob in zwei unterschiedliche Kategorien mit insgesamt 9 Untergruppen aufteilen. Beide Kategorien haben interessanterweise die gleiche Auswirkung. Sie unterstützen sich gegenseitig und sind gegenseitig von einander abhängig. Die "gerade Hand (1.1-1.5) ist sozusagen Yang (nicht geknickt) und die mit gesetztem Handgelenk (2.1-2.5) ist Yin, weil nicht gerade.
Fehlen diese Merkmale, so ergibt sich eine nebulöse Leerheit, eine kraftlose Weichheit und ein loses Gefühl. Es kommt zu dem falsch verstandenen Tai Chi, das man treffend als Tofu-Tai Chi bezeichnet.
Beachtet man hingegen die Merkmale, so ergibt sich ein kontrollierter Energiefluss, eine Belebung der inneren Haltung und eine Härte, die in Weichheit verborgen ist. Diese "fädeln" sich nun durch alle Gelenke, sodass die gewünschte Ganzheitlichkeit der Bewegung entsteht.
Typisch dafür ist ein Gefühl von Gestrecktheit, als ob die Hand leicht nach außen gezogen würde. Es stellt sich ein Gefühl von Energiefluss im gesamten Körper ein.
1.1. Handfläche aufwärts: Obere Hand bei Durchdringende Hand, untere Hand beim Affen.
1.2. Handfläche einwärts: Obere Hand beim Schützen nach links und Schützen nach rechts.
1.3. Hand nach unten hängend: Beim Ausgangsstand vor der Eröffnung und am Ende nach dem Abschluss.
1.4. Gestreckte/ gerade Handfläche: Beim Heben (Eröffnung) und beim Übergang zur Peitsche.
Das Handgelenk muss sich zunächst solide setzen. Danach wird die Handfläche aufgestellt. Bei einem bestimmten Grad stellt sich ein Energiegefühl ein, das, wenn der Übende eine gute körperliche Fundierung besitzt, den ganzen Körper einbezieht. Deshalb sollten Anfänger die Hand nicht zu wenig aufstellen. Allerdings soll es keineswegs zu einer unerwünschten Steifheit kommen!
Hier nun die fünf Untergruppen:
2.1. Stehende Hand: Obere Hand beim Affen, beim Kniestreifen, untere bei der Weberin.
2.2. Quere Hand: Beim Stoßen, beim Abgrenzen, beim Tiger umarmen.
2.3. Handfläche nach unten drückend: Untere Hand beim Kniestreifen, beim Kranich, beim Wildpferd, beim tiefen Fauststoß.
2.4. Handfläche auswärts: Obere Hand beim Kranich und Weberin, obere Wolkenhand nach dem Auswärtsdrehen vor dem Senken.
2.5. Handfläche eben: Nach dem Stoßen beim Drehen zur Peitsche und beim Drehen zur Faust unter dem Ellbogen.
Interessant ist natürlich der stetig eintretende Wechsel der unterschiedlichen Handhaltungen beim Ausführen der Form. Betrachten wir dazu die rechte Hand während des Übergangs vom Kranich zum Kniestreifen: Die auswärtige rechte Hand (2.4.) wird beim Senken zu einer aufwärtigen (1.1.) und dann an der tiefsten Stelle zu einer nach unten hängenden Hand (1.3.). Wenn der Arm sich dann hebt, so entsteht eine stehende Hand (2.1), die bis zum Endpunkt des Kniestreifens anhält.
Tai Chi Treffen Deutschland: Tai Chi Seminare Lehrgänge.
Yang Chengfu
Taijiquan
Index:
Tai Chi Deutschland.
Hinweis: Tai Chi wird auch
Anmeldung/ DVDs online bestellen kostenlos
|