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Es gibt fünf Haupt-Tai-Chi-Stile, die von der chinesischen Regierung anerkannt sind: Chen-Stil, Wu/Hao-Stil, Sun-Stil, Wu-Stil und Yang-Stil.
Dass es mehrere Stile/ Varianten/ Formen im Tai Chi Chuan gibt, ist nicht genau genommen in der Tai-Chi-Geschichte begründet:
Entgegen der üblichen Meinung im Westen, dass die Stile sich untereinander "ganr nicht grün" sind, kommt es schon zu wichtigen Treffen aller Stilrichtungen. Ein aktuelles Beispiel ist die Ernennung von Meister Yang Jun zum Vertreter des Yang-Taijiquan in der 5. Generation durch Yang Zhenduo.

Bei der offiziellen Zeremonie führte ein hochrangiger Chen-Stil-Vertreter nämlich Chen Zhenglei den Vorsitz und es waren Ma Hailong für den Wu-Stil, Sun Yongtian für den Sun-Stil und Wu Wenhan für den Wu-Stil anwesend. Forum mit vielen weiteren Fragen und Antworten: Tai Chi Forum
Hinweis: Tai Chi wird auch
Aktuelles/Chronik/Archive der Vereine:
Tai Chi wurde in der Vergangenheit in China relativ isoliert innerhalb einiger Familien als Geheimnis gehütet. Daher haben sich unterschiedliche Stile, Ausprägungen und Varianten entwickelt. Als die fünf Hauptstile gelten: Chen-Stil, Hao-Stil, Sun-Stil, Wu-Stil und der Yang-Stil. Allen werden positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben.
Hinweis: Tai Chi wird auch Taiji oder Taiji-Quan
geschrieben (Quelle:
Klassisches Tai Chi aus dem
Wudang-Gebirge - auch "Chinesisches Schattenboxen" genannt - basiert auf den
Prinzipien der Inneren Kampfkunst Klassisches Tai Chi.
Der bekannteste und am weitesten verbreitete Stil ist das Yang-Stil-Tai-Chi (楊家). Info über Qi-Energie,
Der Yang-Stil oder Yang-Familienstil des Tai Chi
Der Yang-Stil des Tai Chi ist weltweit die bekannteste Tai-Chi-Richtung. Er ist das zentrale Thema der Tai-Chi-Lehrer-Ausbildung des Dachverbandes. Dieser Stil ist einer der Hauptvertreter der chinesischen Kampfkunst und des Kampfsports (Wushu). Seit der Gründung durch Yang Luchan haben 4 Generationen durch Forschung, Entwicklung und Verbreitung dazu beigetragen. Erwähnt seien hier die Meister Yang Ban Hou, Yang Jian Hou,Yang Shao Hou, Yang Chengfu, Yang Zhen Ming, Yang Zhenji, Yang Zhenduo und Yang Zhenguo. Das daraus entstandene heutige Tai Chi des Yang-Stils ist anmutig, entspannt, sanft, fließend, weit ausladend und überdies sorgfältig strukturiert. Es hat zwar seine Kampfkunst-Charakteristik beibehalten ist aber heutzutage für die meisten Menschen eine Methode zur Verbesserung der Gesundheit, zur Heilung von Krankheiten und zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter. Es wird auf der ganzen Welt von vielen Millionen Menschen ausgeübt und ist dadurch zur populärsten chinesischen Kampfsportart avanciert. (Mehr zu Yang Luchan, dem Gründer des Yang-Tai-Chi: Yang Luchan).
Die "Langform" auch "Traditionelle Form" oder "lange Form" des Yang-Stils besteht aus 108 Bewegungen. Diese Figuren beruhen auf der Kampfkunst und dienen der Entwicklung der grundlegenden Prinzipien des Tai Chi wie Balance, Zentrierung, Fülle-Leere, Ausrichtung der Haltung, achtsame Bewegung, Verwurzelung der Beine und Füße, Beweglichkeit der Hüfte, Bezug auf das "Tantien", das Energiezentrum im Unterbauch, Rhythmus, weiche, fließende Bewegung und innere Ruhe.
Yang-Stil-Varianten
Was man wissen sollte, wenn man Yang-Stil sagt: Es haben sich im Laufe der letzten 70 Jahre sehr viele Varianten gebildet, die zum Teil erheblich voneinander abweichen, aber dennoch natürlich alle als Yang-Stil bezeichnet werden, da sie auf die Yang-Familie zurückgehen.
Die in der Tai-Chi-Ausbildung unterrichtete Form ist der von Meister Yang Chengfu erstellte weltweite Standard, sodaß eine allgemeine Anerkennung gewährleistet ist..
Bildungsurlaub: Tai Chi Bildungsurlaub
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Vereinfachter Stammbaum der Yangfamilie und der Bezug zur Qualitätsgemeinschaft |
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Yang
Luchan |
Yang Fenghou |
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Yang
Banhou |
Yang Zoupun |
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Yang
Chienhou 1839-1917 |
Yang Zouyuan |
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Yang
Sauhou 1862-1930 |
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| Yang Chengfu 1883-1936 |
Yang Zhenming 1910-1985 |
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Yang Zhenji 1921- 2007 |
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Yang Zhenduo 1925- |
Tai Chi Zentrum | ||||
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Yang Zhenkuo 1928 - |
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Der Yang-Stil geht auf Yang Lu Chan zurück. Über seine ersten Jahre gibt es verschiedene Versionen.
Yang lernte Tai Chi von Chen Chian Hsing und kehrte in seine Heimat Yongnian zurück, um Kampfkunst zu unterrichten. Später gründete er eine Schule in Peking und unterrichete am kaiserlichen Hof. Er bekam den Beinamen "Yang, der Unbesiegbare".
Yangs Söhne Yang Pan Hou (1837-1892) und Yang Chien Hou (1842-1917) führten die Tradition der Yang-Familie weiter.
Yang Cheng Fu 1883-1936) hatte großen Einfluß auf die Entwicklung des Yang-Stils. Er machte das Tai Chi seiner Familie in großem Umfang in China bekannt.
Yang Cheng Fu hatte vier Söhne, auf die unterschiedliche Varianten des Yang-Stils zurückgehen: Yang Shou-chung; Yang Zhen- Ji; Yang Zhen Duo und Yang Zhen- kuo. Zudem hatte er zahlreiche weltbekannte Schüler, die den Yang-Stil in vielen Einzelheiten weiter abänderten.
Im Chen-Stil gibt es zwei Haupt-Traditionen der Chen-Familie. In beiden Fällen waren die Überlieferungen eine Kombination des ursprünglichen Tai Chi von Chian Fa mit dem traditionellen Chen-Famiilien Pao Chui. Diese Chen-Stil-Form "Paochui" (Kanonenfaust) ist heute sehr bekannt. Sie wird üblicherweise schnell ausgeführt, enthält zahlreiche Explosiiv-Bewegungen und bildet damit den Gegenpol zu der ruhigeren, ersten Form des Chen-Stil Tai Chi. Pao Chui, so legen neuere Forschungen nahe, ist eigentlich nicht Tai Chi, sondern geht auf die Tradition des Shaolin Tempels zurück.
Eine Schule des Chen-Stils, die sogenannte "Alter Rahmen" geht auf Chen Chian Hsin zurück. Er unterrichtete Yang Lu-Chan). Der berühmteste Vertreter dieser Schule ist Chen Fa Ke (1887-1957). Seine Schüler haben weltweit diese Stilrichtung weiterverbreitet.
Dieser sogenannte "Neue Rahmen" geht auf Chen You Heng, einen anderen Schüler des Chian Fa zurück. Ein berühmter neuerer Vertreter dieses Chen-Stil Tradition ist Chen Pin Sang (1849-1929).
Das Tai Chi des "alten Rahmens" des Chen-Stils ähnelt stark dem "Neuen Rahmen" und auch dem Zhao-Bao-Stil. Andererseits weist er große Unterschiede zu anderen Tai-Chi-Stilen auf. Offenbar basiert er nicht auf den klassischen "Dreizehn Stellungen", die dem Yang-Stil und dem Wu-Stil zugrundeliegen.
Das Tai Chi des Wu-Stils geht zurück auf Wu Yu Xiang (1812-1880). Dieser war Schüler von Yang Lu Chan, dem Gründer des Yang-Stils und auch Schüler von Chen Ching Ping, welcher Zhao Bao Tai Chi lehrte. er hatte nur einen berühmten Schüler, nämlich seinen Neffen Li I Yu, der sein Tai Chi weitergaban Hao Wei Chen. Sein Sohn Hao Yue Ru (1877-1935) nannte diesen Stil dann nicht mehr Wu-Stil sondern Hao-Stil.
Sun Lu Tang (1860-1932) war ein Schüler von Hao Yue Ru, einem Vertreter des Hao-Stils. Er hatte bereits vorher Hsing I beim Meister Kuo Yun Shen gelernt und Pa Kua von Meister Chen Ting Hua. Er kombinierte Elemente aller drei Schulen und entwickelte so einen neuen Tai-Chi-Stil, den er Sun-Stil nannte.
Arbeitskreis Wu-Tai-Chi:
Yang Tai
Chi,
Der Stil der Familie Wu geht zurück auf Wu Quan Yu, einen Schüler von Yang Lu Chan und seinem Sohn Yang Pan Hou. Er war Manchu und war im Palast in Peking als Wächter beschäftigt. Er hat viel zur Popularität und Wertschätzung des Tai Chi beigetragen. Heute wird der Bekanntheitsgrad des Wu-Stils nur von der des Yang-Stils übertroffen. Viele Jahre hat man auch gar nicht unterschieden zwischen Yang-Stil und Wu-Stil. Es gab enge Kontakte zwischen den Familien - so übten z. B. wu Jian Quan und Yang Cheng Fu zusammen Push Hands (Tui Shou).
Die Bewegungen im Wu-Stil Tai Chi sind kleiner als im Yang-Stil - angeblich wegen der engen Kleidung am Hof. Die Kampf-Aspekte und Bewegungen der Anwendung wurden offenbar modifiziert und der Situation angepaßt.
Der Begründer Qu Quan Yu hatte viele Schüler, darunter sein Sohn Wu Jian Quan, der sein Tai Chi an seinen Sohn wu Kong Yi und an seinen Schüler Ma Jian Bao und Cheng Wing Kwong weitergab. Viele heutige Meister des Wu-Stil-Tai-Chi beziehen sich auf diese.
Tai-Chi--Variante aus den daoistischen Klöstern der Wudang-Berge.
Das Wudang-Gebirge, so sagt man, ist die Heimat des taoistischen Mönchs Zhang Sanfeng, dem legendären Begründer des Tai Chi. Dieser Mönch der im 13. Jahrhundert gelebt haben soll; gilt als legendärer Begründer des Tai Chi, der "inneren Schule" der Kampfkunst, die nicht auf Härte, Schnelligkeit und Muskelkraft, sondern auf Weichheit, Geschmeidigkeit und dem Einsatz des Qi basiert. Sein Vorbild: Der Kampf zwischen einer Schlange und einem Vogel, die in ihrer unterschiedlichen Kampfesweise Yin und Yang repäsentieren.
Die Tai-Chi-Variante Wudang Tai Chi hat übrigens wenig Ähnlichkeiten mit den anderen bekannteren Tai-Chi-Richtungen. Im modernen Wushu nennt man übrigens alle Tai-Chi-Richtungen "Wudang". Dahinter steht die Aufteilung des Wushu in entweder buddhistisch geprägtem Shaolin oder taoistisch geprägtem Wudang.
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